Seelenrückholung

Eine Seelenrückholung ist dann angezeigt, wenn Ratsuchende über Kraftverlust, Müdigkeit, Unzufriedenheit, mangelndes Selbstvertrauen . Immunschwäche, Depressionen, chronische Krankheiten, Zwänge und Suchtverhalten, Symptome welche auf einen Mangel hindeuten oder auch Ängste klagen.
Schamanisch Arbeitende können dann mit Hilfe ihrer Geister auf die Suche nach Ursachen dieser Symptome "gehen".
Dies machen sie mit einer sogenannten *Diagnosereise* (bei dieser Reise findet keine medizinische Diagnosestellung im Sinne des ICD 10 statt, sondern die Geister zeigen dem Schamanisierenden Bilder oder sagen etwas zu der entsprechenden Person. Und aufgrund dessen zeigt sich eine *schamanische Diagnose - wie geschrieben, etwas gänzlich anderes als ein Artz oder Heilpraktiker in seiner Praxis macht (die arbeiten ja auch nicht schamanisch - *eigentlich*)).
Jeder Schamane hat dafür zumeist einen Platz in den anderen Welten, wo ihm eine Diagnose zu erstellen ermöglicht wird. Dies kann sich ganz individuell zeigen. Zumeist wird die ratsuchende Person in einem entsprechenden Alter zeigen und auch die konkrete Situation, in welcher ein Teil der Seele *gegangen* ist. Sehr häufig sind dies *Traumen* gewesen (Unfälle oder absolute Stresssituationen wie das Sterben Angehöriger oder Trennungen oder das Durchleben von Missbrauch o.ä.).
Nach der Diagnosereise wird Rücksprache mit dem Klienten gehalten, um zu schauen, ob dies *Erreiste* auch *seine Richtigkeit* hat. Der Klient hat für die Seelenrückholung sein Einverständnis zu geben. So kann sich der schamanisch Praktizierende *auf die Suche* begeben. Bei dieser wird er zumeist von seinem/n *Geistlehrer/n* unterstützt.
Wenn der entsprechende Seelenteil *wiedergefunden* wurde beginnt meist ein *Verhandeln*, wenn dieser Anteil nicht willens ist, zu dem Ratsuchenden zurückzukehren. Hier erhält der Schamane Anweisungen, welche er dem Klienten nach der Reise und dem *Rückbringen* mitteilt. Diese Anweisungen sind von Klienten zu befolgen, denn das Verbleiben eines wiedergeholten Seelenanteiles ist nicht sicher. Dieser kann wieder verlustig gehen. Es ist also wichtig, dass die Ratsuchenden selber mitarbeiten, diese Integrationsarbeit zu leisten.
Zurückgebracht werden kann dieser Anteil auf verschiedene Art und Weise. Durch den Tabak einer filterlosen Zigarette, in welche der Anteil schlüpft, der Schamane diesen Gegenstand *durch die Welten* mitbringt und den Seelenanteil der ratsuchenden Person einbläst. Die Zigarette wird dann vom rauchenden Klienten zu Ende geraucht. Das Ganze geht natürlich auch ohne Rauch - hier bläst der Schamane den Seelenanteil dem Klienten ein. Auch ein Gegenstand, wie ein schöner Bergkristall kann den Seelenanteil *mitbringen*, hier saugt dann der Klient sich den Seelenanteil ein. Auch die Trommel des Schamanen kann als Vehikel dienen - dann wird der Seelenanteil *eingetrommelt* (welches eine sehr schöne Art der Seelenrückholung darstellt).
So kann *Kraft und Heilung* passieren. Der schamanisch Arbeitende kann dafür durch sein Wirken den Grundstock legen und in der Folgezeit beratend tätig sein, damit dieses Ziel erreicht wird.
Der Klient selber hat nach der Seelenrückführung so einiges zu tun und ist durch sein *Tun und Lassen* selber in der Verantwortung, diese(n) Seelenanteil(e) anzunehmen und zu integrieren - dies kann kein Schamane der Welt für einen Anderen übernehmen, sondern nur die Bedingungen schaffen, dass dieses überhaupt möglich wird!
© Eliphaz 2008